Im Ortszentrum von Werfenweng gibt es das historische, denkmalgeschützte Ensemble Kirche-Pfarrhof-Mesnerhaus. Das Mesnerhaus wird seit vielen Jahren nicht mehr genutzt und verfällt zusehends. Die Gemeinde Werfenweng hat sich daher zum Ziel gesetzt, für dieses Gebäude eine neue Nutzung zu finden, die im besten Falle verschiedenen Bereichen Raum geben soll. Zwei wichtige Funktionen sind einerseits, den idealen Ort für ein Zusammentreffen zu unterschiedlichsten Anlässen zu schaffen. Andererseits soll das Dialog-Haus der Ort der „Denkwerkstatt für umweltverträgliche Mobilität“ werden. Das Motto dieser Denkwerkstatt ist „Visionen zeichnen und umsetzen“. Das Dialog-Haus soll als wichtige Bildungseinrichtung und Multifunktionshaus über die Grenzen Werfenwengs hinaus wahrgenommen und auch genutzt werden. Ein Co-Working-Space, eine Bibliothek mit Schwerpunkt Magazine sowie ein gemütliches Café runden das Angebot ab. Für Werfenweng bedeutet die Sanierung und Reaktivierung des Hauses eine Stärkung des Ortszentrums und den Erhalt denkmalgeschützter Bausubstanz.

 

Eine klinische Studie der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg (PMU)bestätigt dem Abtenauer Heilwasser eine anti-entzündliche und das Immunsystem nachhaltig stimulierende Wirkung. Mit dem Jungbrunnen-Projekt sollen für die Tourismusregion Lammertal innovative, gesundheitstouristische Angebote mit einem qualitätsvollen und überprüfbaren Gesundheitserfolg auf Basis medizinisch getestete Gesundheitswirkung der natürlichen Ressource des Heilwassers Abtenau entstehen. Derzeit fließt das Heilwasser noch ungenutzt in die Lammer ab. Um den touristischen Trend in Sachen Gesundheit aufzugreifen und ein adäquates Angebot für Gäste und Einheimische zu schaffen, ist ein „Jungbrunnen-Kompetenzzentrum“ im Ortszentrum geplant. In diesem Kompetenzzentrum können die Besucher begleitete Badeanwendungen im Abtenauer Heilwasser als Dienstleistung buchen. Neben diesem Kernprodukt, welches auch dem heimischen Tourismus als Verkaufsargument dienen soll, werden zusätzliche gesundheitsbezogene Dienstleitungen im Kompetenzzentrum angeboten. Projektziel ist ein gesamtheitliches Konzept, welches die nachhaltige und realistische Durchführung des „Jungbrunnen-Gesundheitszentrums“ bewerten soll. Kern dieses Konzeptes ist eine wirtschaftliche Prüfung (Vorprüfung & Machbarkeitsstudie) zur Veranschaulichung ob das geplante Projekt finanziell realisierbar ist. Die daraus gewonnen Erkenntnisse dienen dazu, dass Gespräche und Verhandlungen mit Förderstellen und Geldgebern geführt werden und in weiterer Folge das Kompetenzzentrum gebaut werden kann.

Der Verein Lern.Film.Studio hat es sich zum Ziel gesetzt, Jugendlichen eine kreative und verantwortungsvolle Mediennutzung im Filmbereich näher zu bringen. Praxisnah und professionell soll eine filmische Darstellung jener Themen ermöglicht werden, welche die Salzburger Jugend aktuell beschäftigt. Durch Filme, eine Streaming-Plattform und Diskussionen will man der Jugend ein Sprachrohr bieten, sie anregen, sich auf kreative Weise mit aktuellen Themen auseinanderzusetzten und gleichzeitig ihr Selbstwertgefühl stärken. Parallel dazu werden durch Experten eine kritische Medien-Reflexion und Medienkompetenz sowie die inhaltlichen und technischen Hintergründe seriösen „Nachrichten-Machens“ vermittelt. Die TeilnehmerInnen werden angeregt, sich selbst medienpolitisch zu engagieren und in weiterer Folge auch den Einstieg in gesellschaftspolitische Partizipation zu finden. Kernstück des Projektes sind Film- und Medienworkshops mit Medienfachleuten in Kooperation mit einem regionalen Fernsehsender und die Produktion von fernsehtauglichen Filmclips durch Jugendliche in einem Studio sowie der Aufbau einer professionellen Streaming-Plattform.

Umgesetzt wird das Projekt in den drei LEADER-Regionen Lebens.Wert.Pongau, Biosphärenpark Lungau und Salzburger Seenland.

Im Zuge der weiteren Planungen für „Biocon Valley Pongau“ schreib der Regionalverband einen Schulwettbewerb aus, um Jugendliche zu motivieren, sich intensiv mit der Thematik Bioökonomie & Kreislaufwirtschaft auseinander zu setzen.

Die Einreichunterlagen können unter folgendem Link downgeloaded werden: Wettbewerbsunterlagen

Die drei besten Einreichungen werden prämiert – es winken Geldpreise für die Klassenkasse  (1. Platz € 750,00, 2. Platz € 500,00, 3. Platz € 250,00) plus die Aussicht, dass die besten Ideen in das Umsetzungskonzept aufgenommen werden.

Leader Lebens.Wert.Pongau unterstützt den Regionalverband bei diesem Vorhaben. Weitere Informationen zum Thema und zum Schulwettbewerb „YOUNG BIOCON HEROES“ finden Sie auf der Website des Regionalverbandes Pongau

Fotocredit:StockSnap, Pixabay

Der Regionalverband Pongau hat sich beim Klima- und Energiefonds (KLIEN) im Rahmen der Ausschreibung Bioökonomie als österreichische Modellregion für Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft beworben. In der Stufe 1 des Verfahrens haben zahlreiche Regionen aus ganz Österreich ihre Ideen eingereicht. Der Pongau ist nun einen Schritt weiter und neben dem Steirischen Vulkanland und der Region Melk-Scheibbs eine von nur drei Regionen, die mit finanzieller Unterstützung des KLIEN ein Detailkonzept ausarbeiten darf.

Leader Lebens.Wert.Pongau unterstützt den Regionalverband bei diesem Vorhaben. Weitere Informationen zum Thema und zum Schulwettbewerb „YOUNG BIOCON HEROES“ finden Sie auf der Website des Regionalverbandes Pongau

Fotocredit: Christine Engelhardt, pixabay

Im Rahmen der Mitgliederversammlung am 13. April 2021 wurde beschlossen, die Gemeinde St. Koloman als vierte Tennengauer Gemeinde in den Verein aufzunehmen. Damit sind zukünftig 26 Gemeinden Teil der Leader Region Lebens.Wert.Pongau.

Auch ein neuer Vereinsvorstand für den Leader-Verein wurde gewählt. Der Obmann, Bgm. Peter Brandauer, bleibt dem Verein erhalten, ebenso wie die Bgm. Oberreiter,  Haitzer, Viehhauser und Schlager. Den Tennengau wird zukünftig Bgm. Karl Huemer aus Rußbach vertreten. Im Amt bleiben auch Heidemarie Rest-Hinterseer und Elisabeth Huber. Mit Siglinde Kögl-Plenk ist der Vorstand für die nächsten zwei Jahre komplett.

Mit rund 60 genehmigten Projekten in der Region ist die aktuelle Leader-Förderperiode die erfolgreichste  in der Geschichte des Pongaus. Aber noch viel wichtiger als die Quantität ist die Qualität und auch hier punktet die Region. Zahlreiche über Leader geförderte Projekte wurden ausgezeichnet, unter anderem mit dem Regionalitätspreis der Bezirksblätter und dem Salzburger Museumspreis „Museumsschlüssel“. Mit der Verlängerung der aktuellen Periode bis 2023 geht die Erfolgsgeschichte weiter und das Leader Team freut sich über weitere innovative Ideen und zukünftige Preisträger.

Foto (c) Alexander Holzmann – BZ

 

Die Region Wagrain-Kleinarl beschäftigt sich schon lange mit Nachhaltigkeit im Tourismus und hat erkannt, dass es ohne die Konkretisierung von „Nachhaltigkeit“ nicht (mehr) resilient ist. Ziel dieses Projektes ist es, das bisher Erreichte klar sichtbar zu machen und dabei (noch) stärker auf die nachprüfbare und zertifizierte Einhaltung und Übereinstimmung mit

den selbst gegebenen Werten und Zielen zu setzen. Die bereits erreichten Ziele, sowie viele weitere Projekte und Visionen sollen eine neue Heimat und ein Dach im Wagrain-Kleinarl Tourismus bekommen. Sie werden mit diesem Projekt weiterwachsen und es werden viele

neue hinzukommen. Das zu erarbeitende „Nachhaltigkeitsprogramm“ soll dazu beitragen, die angestrebte Destinations-Zertifizierung mit Green Destinations und dem damit verbundenen akkreditierten Status von GSTC (dem globalen Rat für Nachhaltigkeit und Tourismus) zu bekommen.

Der gesamte Prozess, alle vorhandenen und entstehenden Projekte sowie die Zertifizierung selbst werden final in einem Nachhaltigkeitsbericht zusammengefasst und allen Vermieter*innen und Hotels sowie allen Betrieben und Gästen auf Englisch und Deutsch zur Verfügung gestellt.

Viele Menschen mit Beeinträchtigung haben ein besonderes Interesse und viel Potenzial im künstlerischen Bereich und vor allem in Musik und Tanz. Nachdem die meisten Menschen mit Beeinträchtigung in Einrichtungen untergebracht sind, kommen sie jedoch kaum mit anderen in Kontakt oder künstlerischen Austausch. Künstler*innen auf der anderen Seite suchen immer nach neuen Inspirationsquellen und Improvisationsansätzen. Im Rahmen des Projektes sollen diese verschiedenen Menschengruppen in einer künstlerischen Symbiose zusammenkommen. Studierende lernen einerseits das innovative Konzept und andererseits neue Improvisationsformen kennen, indem sie selbst Teil davon sind. Künstler*innen kommen in Kontakt mit anderen, auch von Beeinträchtigung betroffenen Kunstschaffenden, lernen neue Ansätze und Möglichkeiten kennen und bekommen so evtl. auch wieder Inspiration für die eigene künstlerische Arbeit. Menschen mit Beeinträchtigung profitieren durch den künstlerischen Austausch und die Erweiterung des künstlerischen Angebots im ländlichen Raum.

„Spiel Raum Musik“ ist als kulturelle Aktivität explizit künstlerisch orientiert und soll exemplarischen Charakter tragen. Die Zielgruppe sind Menschen mit Beeinträchtigungen, die sich im Rahmen der Musiktherapie als »musikalische und /oder tänzerische Persönlichkeiten« zeigen, oder ein besonderes Interesse für Musik oder Tanz in sich tragen. Einige spielen seit vielen Jahren ein Instrument, andere gehen sehr sensibel mit Klängen um, sind »ganz Ohr« oder besitzen eine lustbetonte musikalische oder tänzerische Expressivität, die auch sehr virtuos sein kann. Die zwangsläufige »Auswahl« der Teilnehmer*innen richtet sich einerseits nach der sozialen Kompetenz der einzelnen, an diesem Projekt überhaupt teilnehmen zu können, und ist andererseits der Versuch, ganz verschiedene Facetten von Musikalität und tänzerischer Ausdruckskraft zu zeigen. Fast alle besitzen entweder musikalische Vorerfahrungen und sind sowohl mit elementaren Instrumenten sowie mit der Musik- oder Tanzimprovisation als Ausdrucks- und Kommunikationsmedium mehr oder weniger vertraut. Die anderen Teilnehmer*innen sind Musiker*innen, Tänzer*innen und einige Studierende des Orff-Instituts mit viel improvisatorischem und performativem Können.

Das aktuelle Bildungs- und Kulturangebot im Pongau orientiert sich trotz seiner Breite weder strukturiert an den Bedürfnissen der Bevölkerung noch wird es auf die gesellschaftliche Entwicklung des Pongauer Raumes abgestimmt. Die Gründe dafür sind unter anderem in einer unüberschaubaren Landschaft verschiedener lokaler, regionaler und überregionaler Bildungs- und Kulturanbieter zu suchen. Diese agieren derzeit ohne gegenseitige Abstimmung und versuchen, ihr eigenes Programm umzusetzen bzw. genug Menschen zur Teilnahme zu ermutigen. Die Bevölkerung wird sehr wenig über die tatsächliche Vielfalt des Angebotes informiert und sie hat auch kaum Möglichkeiten, sich aktiv an der Programmgestaltung zu beteiligen. So geht vieles aneinander vorbei. Darüber hinaus hat die Covid-19 Pandemie aufgezeigt, wie wichtig es ist, Veranstaltungen nicht nur vor Ort, sondern auch analog zu gestalten. Um dies auch umsetzen zu können, soll das Projekt die Einrichtungen mit Wissen, Technik und Betreuung unterstützten. Durch die gemeinsame Online-Plattform aber auch durch eine Ansprechperson vor Ort können die Ressourcen besser genutzt und die Verantwortlichen längerfristig betreut werden.