Der soziale Verein „Zeitpolster“ hat seit Januar 2021 den Auftrag der Salzburger Landesregierung, das Zeitpolstermodell im ganzen Bundesland Salzburg bekannt zu machen und lokale/regionale Gruppen aufzubauen.

Zeitpolster organisiert lokale/regionale Freiwilligengruppen, die Betreuungsleistungen erbringen. Dafür erhalten diese Zeitgutschriften, die im Alter wieder gegen Betreuung eingelöst werden können.

„Zeitpolster“ ist eine Weiterentwicklung von Zeitbankmodellen, die wesentliche Vorteile wie ein ausdifferenziertes Organisationsmodell, rechtliche Sicherheit und eine klare Wirkungsorientierung aufweist. Zeitpolster ist nicht auf Gewinn ausgerichtet. Für die Freiwilligengruppen, die Teil des österreichweiten Vereins sind, werden sehr gute Rahmenbedingungen geschaffen, damit sich diese auf die Vermittlung von Leistungen und die Vernetzung vor Ort konzentrieren können.

Geplant ist, drei bis vier Freiwilligen-Teams für Kleinregionen zu etablieren. Dazu werden in Abstimmung mit den Gemeinden Freiwillige gesucht, die die Organisationsteams in der Kleinregion bilden. Diese Teams werden geschult und komplett ausgestattet (Unterlagen, Versicherung, Smartphone, Emailadresse, Plattformbereich etc.). In jeder Region werden Informationsveranstaltungen und Sensibilisierungsmaßnahmen umgesetzt, um so potenzielle HelferInnen auf das Projekt aufmerksam zu machen. Ziel ist es, bis zu 60 Freiwillige pro Team zu motivieren, sich in der Gruppe zu beteiligen und Betreuungsaufgaben zu übernehmen.

 

 

Anlass für das Projekt sind ein erschwerter Zugang zu Informationen und offene Fragen, die sich Bäuerinnen stellen, wenn es um finanzielle und soziale Absicherung in der Landwirtschaft geht: Wie kann ich mich sozial absichern, wenn ich ohne Heirat oder eingetragene Partnerschaft mit meiner/meinem Partner:in einen landwirtschaftlichen Betrieb führen möchte? Wie sieht es z.B. aus im Trennungs-, Scheidungs- oder Todesfall? Gibt es bereits Erfahrungen mit Karenzen oder Pensionssplitting im landwirtschaftlichen Bereich? Diese Fragen sind nicht nur für Menschen relevant, die bereits in der Landwirtschaft arbeiten, sondern sind auch grundlegende Entscheidungsfragen, um sich am Land niederzulassen und in die Landwirtschaft einzusteigen. Zudem ist die Frage nach sozialer Absicherung und niedriger Pension ein gesamtgesellschaftliches Thema. Das vorliegende Projekt unterstützt die Umsetzung von internationalen Strategien und Zielen, die soziale Absicherung über alle Lebensphasen hinweg für alle vorsehen.

Ein grundlegende Recherche zum Thema wird den Auftakt des Projektes bilden, daraus entwickeln sich Fragestellungen, die im Rahmen von Interviews mit den Bäuerinnen diskutiert und verschriftlicht werden. Bei zwei geplanten Workshops (1x Pongau, 1x Lungau) werden die Ergebnisse der Interviews den betroffenen Frauen und den Expert:innen präsentiert. In einem weiteren Schritt werden diese Ergebnisse interaktiv diskutiert und gemeinsam mögliche Lösungswege und/oder Forderungen definiert.

In Pfarrwerfen wird ein neuer barrierefreier Weg im unteren Bereich des bereits bestehenden Museums “Freilicht Erlebnis 7 Mühlen” angelegt. Entlang dieses Weges sollen geschichtliche, kulturelle, soziale und spirituelle Aspekte des Brotes an ca. 6 Stationen begreif-, erleb- und begehbar gemacht werden. Grundvoraussetzung zur Umsetzung ist die Sanierung der Mühlen.

Mit dem alten Wissen um Handwerkstechniken und den tradierten Baukulturen, die sich in den Bauwerken der Mühlen und den Berufen vom Bauern, Müller, Bäcker und Tischler/Zimmerer wiederfinden, wollen wir gemeinsam neue Wege in die Zukunft gehen. Die Stationen und die Text- und Bildtafeln in den Mühlen und an den Wegen/Gebäuden sensibilisieren für die Thematik der aussterbenden, bzw. der sich stark zur Industrie verändernden Berufszweige.

Die Technik der Nutzung der Wasserkraft zur Herstellung von Mehl für die Bearbeitung in der Gerberei etc. der Mühlen könnte wieder für Einheiten in den Kultur- und Kleinbetrieben interessant werden. Eine energieautarke Produktion von z.B. Kunsthandwerk (Sägen), Manufakturen (Leder), usw. ist ein zukunftsweisender Impuls für eine Entwicklung in der Region.

 

Wagrain-Kleinarl verfügt über immer weniger unberührte Naturräume, fast überall ist der Eingriff des Menschen spürbar. Das muss jedoch kein Nachteil sein, wenn der Mensch seine natürliche Umwelt respektvoll und geschmackvoll gestaltet, wenn er auf Biodiversität und Nachhaltigkeit achtet und der Natur seinen Raum lässt. So lässt sich ein vermeintlicher Nachteil in einen Vorteil verwandeln.

Die öffentlichen und halböffentlichen Gärten, Grünflächen und Parks der beiden Gemeinden Wagrain und Kleinarl werden fachlich hochwertig, zum Teil auch von namhaften Gartengestaltern nach den neuesten Gesichtspunkten der Biodiversität und Nachhaltigkeit und unter der Berücksichtigung der Lebensbereiche und Bodenverhältnisse überarbeitet oder – wenn erforderlich – gänzlich neugestaltet. Der Bestand wird dort, wo es Sinn macht, einbezogen werden. Dies wird vor allem auf die Gehölze (Bäume und Sträucher) zutreffen. Es wird ein breites Spektrum an Gärten angelegt – von naturnahen Staudenmischpflanzungen, streng gestalteten Pflanzungen über klassische Mixed Borders, Rosengärten bis hin zu alpinen Steingärten. Diese Gärten werden von ansprechender Ästhetik sein und einen hohen Erlebniswert bieten. Die Gemeinden erhalten Gärten und Parkanlagen, die auf Dauer nachhaltig, pflegearm und ökonomisch günstig sind und das Image der Gemeinden und die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum heben.

Pongauer Troad (Getreide) ist das regionale Lebensmittel der Zukunft. Durch die Wiederbelebung einer jahrtausendealten Kultur werden innovative Produkte entwickelt, die geschmacklich und qualitativ einzigartig sind, nebenbei den CO2-Ausstoß der Ernährung verringern und die Biodiversität erhöhen. Dieses Projekt soll den Pongauer KonsumentInnen und BäuerInnen die Getreidekultur näherbringen und mit dem Aufbau der notwendigen Infrastruktur für die Verarbeitung von Pongauer Getreideprodukten vor Ort ermöglichen.

Bis vor 60 Jahren war der Getreidebau ein wichtiger Teil der Pongauer Landwirtschaft und Kultur. An lokalen Bräuchen (z.B. Erntedankkrone) und Gebäuden (Mühlen, Troadkästen und Backöfen) ist der starke Einfluss dieser Kultur noch erkennbar.  Landsorten (ursprüngliche, genetisch vielfältige Bestände einer Kulturpflanze) wurden vor allem von den Pongauer Bäuerinnen in jahrelanger Handarbeit gezüchtet. In Genbanken ist diese ursprüngliche Biodiversität der Landsorten des Pongaus noch als Saatgut erhalten. Das Projekt „Pongauer Troad“ wird die Pongauer Landsorten als Teil des kulturellen Erbes erforschen und die Ergebnisse für LandwirtInnen und KonsumentInnen zur Verfügung stellen. Hier wird an wichtige Arbeiten des Museums „Sieben Mühlen“ in Pfarrwerfen angeknüpft.

Getreidefelder sind mit ihren geraden und geschwungenen Linien, wogenden Bewegungen und Farbänderungen im Jahresverlauf ästhetische Elemente der Kulturlandschaft. Durch das Einweben von Getreidefeldern in das dauerhafte Grün der Wiesen und Weiden entsteht ein kleinteiliges Mosaik, das sowohl Einheimische und Gäste als auch die Insekten zum Schwärmen bringt. Je kleinteiliger eine Landschaft, desto mehr Biodiversität kann sich entfalten. Pongauer Troad bietet ein Refugium für bodenbrütende Vogelarten, Insekten und gefährdete Ackerbegleitpflanzen.

Strom und Energie – was ist das? Wenn zu Hause die Glühbirne angeht, verwenden wir Strom. Aber was genau ist elektrische Energie? Und woher kommt sie? Genau dem gehen die Energy Kids auf den Grund!

Für Volksschul-Kinder, die bereits mindestens ein Jahr die VS besucht haben:
Bischofshofen – Volksschule Neue Heimat           11.07.22              09:00 – 12:00 Uhr
St. Veit im Pg. – Seniorenwohnhaus                      20.07.22             09:00 – 12:00 Uhr
Schwarzach – Volksschule                                     04.08.22             09:00 – 12:00 Uhr
Bad Gastein – Volksschule                                     24.08.22             09:00 – 12:00 Uhr

Begrenzte Plätze – schnell sein lohnt sich!

ZUR EINLADUNG

Für alle jungen Tüftler:innen und kreativen Köpfe gibt es diesen Sommer wieder ein spitzen Programm. In der JO.HAK & HTL St. Johann finden dieses Jahr wieder die MINT-Wochen statt.

Für 8- bis 12-Jährige:
WOCHE I: 22.08. – 26.08. für Einsteiger:innen
WOCHE II: 29.08. – 02.09. für Fortgeschrittene

Für 12- bis 14-Jährige:
WOCHE III: 05.09. – 09.09.2022

Eine Woche programmieren, Bilder bearbeiten, Roboter bauen und Freizeitprogramm.

Anmeldung unter: pongau@akzente.net
Kosten: € 80,- / Woche inkl. Mittagessen
Begrenzte Plätze, schnell deinen Platz sichern!

*Mädels aufgepasst! Wir wollen euch motivieren und haben die Hälfte der Plätze für euch reserviert*

ZUR EINLADUNG

Die Landwirtschaft ist mit einem Energieverbrauch von nur 2% bezogen am gesamten nationalen Energieverbrauch beteiligt. Diese Zahl ist seit über 20 Jahren gleichbleibend. Die Bevölkerung nimmt die Landwirtschaft aber als großen Energieverbraucher wahr.  Darüber kann man sich ärgern, oder aktiv etwas für ein besseres Image unternehmen.

Viele Landwirt/innen haben den Traum von Unabhängigkeit, auch was den Energieverbrauch betrifft. Im Hinblick auf Heizwärme gelingt das vielen mit dem eigenen Wald. Beim Strom wird das schon schwieriger. Mit einer Photovoltaikanlage kann Strom selbst erzeugt werden. Doch nachts und im Winter gibt es keinen selbst erzeugten Strom. Benutzt man Stromspeicher, kann der Eigenbedarf wesentlich besser gedeckt und die Stromerzeugung besser genutzt werden.

Am anderen Ende steht die Einsparung von der eingesetzten Energie. Es gibt viele Möglichkeiten um bei der Produktion Energie einzusparen. Das kann beim Milchviehbetrieb beim Melken und Kühlen ansetzen oder auch bei der Fütterung und Futterkonservierung. Jede dieser Tätigkeiten verbraucht Energie und bei jedem Schritt können Einsparungen gesetzt werden.

Am Betrieb sollen Verbesserungsmaßnamen gesetzt werden. Aber wie findet man sich in der Vielzahl der Maßnahmen zurecht und wie steht es mit den Förderungen zu den einzelnen Maßnahmen?

Auch die EU setzt auf zahlreiche Maßnahmen, wie man von fossilen Brennstoffen wegkommen kann. Die aktuelle Ukraine-Krise zeigt uns leider sehr drastisch auf, dass in Österreich schnellstmöglich nach Alternativen gesucht werden muss.

Kaum jemand weiß, dass die aktuelle, sehr attraktive Förderung für den Austausch von alten Ölheizungen zum Großteil mit Mitteln der Europäischen Union gefördert wird. Diese dienen als Basis für die Förderprogramme in Österreich.

Über all diese und noch weitere spannende Themen informiert eine Veranstaltung von der Bezirksbauernkammer Pongau,  LEADER Lebens.Wert.Pongau und dem  Regionalverband Pongau/EDIC am 28. April 2022 im Festsaal Pfarrwerfen ab 19:30 Uhr.

EINLADUNG

Die Leader-Region Lebens.Wert.Pongau startet nächstes Jahr in die neue Förderperiode 2023 – 2027. Derzeit arbeiten wir daran, alle Gremien des Vereins neu zu besetzen und möchten im Zuge dessen interessierte Bürgerinnen und Bürger dazu motivieren, als Mitglied dem Verein Leader Lebens.Wert.Pongau beizutreten.

Wenn du Interesse am Mitgestalten hast, motiviert bist, deine Sicht der Dinge einzubringen und Zeit und Lust zum Austausch hast, dann melde dich bei uns. Wir freuen uns auf viele neue Impulse, Meinungen, Denkansätze und darauf, dich kennenzulernen!

Anfragen bitte bis 22. April 2022 unter:
LAG Lebens.Wert.Pongau | Bahnhofstr. 34/5 | 5500 Bischofshofen
06462 3303032 | leader@pongau.org | leader.pongau.org

Hier findest du die Einschaltung in den Bezirksblättern

Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, ein Zeichen zu setzen: ein Zeichen des Miteinanders, der Solidarität und der Toleranz. Solidarität ist ein Zeichen von Stärke und Souveränität. Spannen wir in dieser Woche ein Netzwerk zum Thema und zeigen wir auf, wie wichtig das Miteinander ist! Die Themen- und Methodenvielfalt ist groß und kann auch erweitert werden: Vorträge, Erzählcafés, gemeinsames Kochen, Gesprächsrunden, Spaziergänge, Kabaretts – alles ist möglich! Wichtig sind für diese Woche Ihre Ideen zum Thema Solidarität und unser gemeinsames Auftreten. Alle geplanten Veranstaltungen werden von uns (für Sie kostenfrei) in einem Folder – ergänzt mit Statements und Beiträgen zu Solidarität – zusammengefasst und im gesamten Bundesland, in den jeweiligen Gemeinden sowie online beworben. Wir freuen uns, wenn Sie sich mit Ihrer Idee in das Programm der „Woche der Solidarität“ einbringen. Gerne unterstützen wir Sie bei der Ideenfindung und übernehmen die Abstimmung der Aktivitäten im gesamten Bundesland. Bitte geben Sie uns bis 25. März 2022 eine erste Rückmeldung, ob Sie mit uns ein Zeichen der Solidarität setzen möchten und in welche Richtung Ihre Initiative gehen soll. Für Fragen und Rückmeldungen stehen wir jederzeit und gerne zur Verfügung: Maria Fankhauser, Kultur- und Bildungsinitiative Pongau E-Mail: maria.fankhauser@sbw.salzburg.at, Tel: +43-660-3406412 Annemarie Müllauer, Zentrum für Ethik und Armutsforschung der Universität Salzburg E-Mail: annemarie.muellauer@plus.ac.at, Tel: +43-664-8482316 WIR, das sind die Kultur- und Bildungsinitiative Pongau, Salzburger Bildungswerk, Gemeindeentwicklung und das Projekt „REGISOL – Neue Formen regionaler Solidarität“ am Zentrum für Ethik und Armutsforschung der Universität Salzburg, unterstützt von der Salzburg Ethik Initiative. Unabhängig voneinander hatten wir Aktivitäten zum Thema Solidarität geplant und haben uns nun in einem Synergien bildenden Miteinander für die Koordination der „Woche der Solidarität“ gefunden.