Für das Schwerpunktjahr „Energieeffizient Leben und Wirtschaften“ hat das LAG-Management das Projekt „Energy Kids“ ins Leben gerufen. Es handelt sich dabei um eine Weiterführung der „Klima Kids“, die in den letzten drei Jahren äußerst erfolgreich in den Volksschulen und Kindergärten im Pongau umgesetzt wurden. Spielerisch sollen den Energy Kids die Zusammenhänge zwischen Energieverbrauch und Klima aufgezeigt werden. Im Herbst starten fünf Volksschulen aus der Region über einen Zeitraum von zwei Jahren mit gezielten Angeboten zum Thema Energiesparen daheim und in der Schule. Es werden verschiedene betreute Angebote wie Workshops, Lernunterlagen und ein Sommerkurs kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Salzburg AG, das Technische Ausbildungszentrum Mitterberghütten und das Klimabündnis Österreich unterstützen das Projekt mit ihrem Know-how.

Besonders wichtig ist, auch die Pädagoginnen und Pädagogen zum Umdenken zu motivieren, um in weiterer Folge über die Projektlaufzeit hinaus eine nachhaltige Veränderung zu erreichen und das Bewusstsein zum Thema Energie sowohl bei den Kindern als auch den Lehrpersonen nachhaltig zu schärfen. Anhand vieler einfacher Maßnahmen und Beispiele können die Kinder ihren Beitrag zum Energiesparen leisten und auch die eigene Familie dazu motivieren, achtsam mit den Ressourcen umzugehen. Aus jungen VerbraucherInnen von heute sollen die Energiespar-Profis von morgen werden.

In der neuen Erlebniswelt werden verschiedene Stationen von Alm-, Milch- und Käsewirtschaft, mit Frage- und Antwortspiel für Kinder und Erwachsene, errichtet. Der Erlebnisweg führt von der Bergstation Grafenbergbahn über den Speicherteich zu den beiden Almhütten und zurück. Die Kinder können spielerisch alles rund um das Thema Kuh in der freien Natur erforschen. Ein Abschnitt ist auch den Bienen gewidmet. So trifft man auf Fragen wie: „wie viel Milch gibt eine Kuh pro Tag?“, und „wie wird daraus Käse gemacht?“ Alle Antworten auf diese und weitere Fragen zum Thema Kühe können Kinder und Erwachsene in der neuen Erlebniswelt entde­cken und selbst ausprobieren.

Die intakte Naturlandschaft ist ein wichtiges Kapital für unsere Region. Die wunderschöne Berglandschaft macht unsere Umgebung für Familien, vor allem für Tagesgäste sowie Feriengäste, interessant. Angebote unter dem Motto „Natur und Tierwelt erleben, erkunden und begreifen“ bieten einen hohen Mehrwert für die Gäste und die Freizeitwirtschaft. Vor allem für Kinder gibt es viel über Tiere zu entdecken.

So steht das spielerische Erlernen bei der Gestaltung der neuen Erlebniswelt im Vordergrund. Das Erkunden der Tierwelt wird zu einem spannenden Abenteuer für Groß und Klein. Gleichzeitig wird die Gestaltung der Bergwelt zukunftsorientiert und nachhaltig sein. So wird bei der Umsetzung die Qualität der Naturlandschaft im Vordergrund stehen. Eine spannende Reise ermöglicht dem Besucher die Welt der Kühe und Bienen zu entdecken. Gleichzeitig bietet die Berglandschaft einen außergewöhnlich schönen Ausblick.

Wir freuen uns nach wie vor über Projekte!

Die Antragstellung zur Umsetzung von LEADER-Projekten bei der LAG Lebens.Wert.Pongau ist jederzeit möglich.
Wenn Sie eine gute Idee haben, bitte melden Sie sich beim TEAM von LEADER: leader@pongau.org oder 06462 3303032

Wir suchen vor allem nach innovativen Ansätzen zu den Bereichen Arbeitswelt Tourismus, Erhöhung der Wirtschaftskraft, Steigerung der Attraktivität der Region als Arbeitsplatz, Verbesserung der Einstellung der Bevölkerung zum Energiesparen, Rückkehr von abgewanderten Personen und Errichtung eines aktiven Netzwerkes der Bildungsträger.
Weitere Informationen zur Projekteinreichung finden Sie auf unserer Homepage www.leader.pongau.org

 

Das über Generationen überlieferte Kräuterheilwissen ist den älteren Menschen noch bekannt. Dieses Wissen ist aus verschiedenen Gründen nur teilweise oder gar nicht weitergegeben worden. Leider verschwinden so immer mehr Geheimnisse über die Verwendung von lokal vorkommenden Heilpflanzen und das Wissen um ihre Wirkung, Verarbeitung und Anwendung.

Das geplante Buch soll Hilfe zur Selbsthilfe bei Erkrankungen und kleinen Verletzungen mit den „wilden Schätzen aus der Natur“ bieten und die Erfahrung älterer Menschen auch den nachfolgenden Generationen zugänglich machen. Die LeserInnen  lernen die Kräuter, Bäume und Sträucher des Lammertales und ihre Wirkung kennen. Zudem ermöglichen die angeführten Rezepte für Salben, Tinkturen und Tees, diese selber herzustellen.

Bereichert wird das hochwertige Buch durch Aquarelle, Portraits der Interviewten und Landschaften. Außerdem werden die Heilpflanzen dargestellt und beschrieben.

Workshops der Lammertaler KräuterpädagogInnen bieten Kindern und Erwachsenen die Möglichkeit, die Herstellung selbst zu erlernen.

Landwirte stehen jedes Jahr vor dem Dilemma, dass Rehgeißen ihre Kitze in die Felder setzen. Aufgrund des Duckreflexes fliehen die Kitze in den ersten Lebenswochen nicht, wenn gemäht wird. Es ist für den Landwirt am Traktor unmöglich, ein Kitz im hohen Gras zu sehen, wenn er mäht. Die Folge sind schwer verletzte (in der Folge zu tötende) oder getötete Kitze. Besonders bei Mähwerken mit Aufbereitern wird das Mähen eines Kitzes oft nicht bemerkt. Der Kadaver landet im Siloballen, gibt dort Botulinustoxin ab, dieses wird von den Kühen oral aufgenommen, löst Botulismus aus und kann durch Atemlähmung zum Tod der Rinder führen.

Die Entscheidung für das Mähen erfolgt sehr kurzfristig und ist von der Wetterlage abhängig. Für die meist im Nebenerwerb tätigen Landwirte und auch für die Jäger bedeutet es einen erheblichen Aufwand, die Felder frühmorgens vor der Mahd abzusuchen bzw. Vergrämungsmaßnahmen zu setzen. Durch die Copterunterstützung mit Wärmebildkamera steigt die Effizienz signifikant, auch kann wertvolle Zeit und Personal eingespart werden.

Copter stellen eine technisch-innovative Entwicklung dar, die die Arbeit von Einsatzorganisationen, Landwirtschaft und Jägerschaft effizient unterstützen kann. Einsatzorganisationen können mit Copterhilfe bei Bedarf zügig relevante Informationen gewinnen.

In der Rehkitzrettung ist das Auffinden der Kitze in den Feldern mittels Copter und Wärmebildkamera die derzeit effektivste Methode. Sie verhindert Tierleid und wirtschaftliche Verluste der Landwirte.

Die klimatischen Veränderungen sind insbesondere in alpinen Regionen und somit auch im Pongau bereits heute deutlich spürbar – so ist hier die durchschnittliche Jahrestemperatur in den vergangenen 120 Jahren um beinahe 2 °C gestiegen. Ein weiterer, künftiger Anstieg gilt in der Wissenschaft als sehr wahrscheinlich!

Die Entwicklung des Klimas wird einerseits die natürlichen Gegebenheiten prägen und andererseits wird auch die wirtschaftliche Entwicklung maßgeblich beeinflusst. Allen voran ist hierbei der Tourismus als einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige und Arbeitgeber in der Region zu nennen.

Der Wintertourismus des Pongaus hat große internationale Bekanntheit. Aber auch im Sommer werden immer mehr Gäste verzeichnet. Mit der Erstellung des „SuperKlima-Sommertourismuskonzepts“ sollen konkrete Maßnahmen  im Rahmen der KLAR!Strategie Pongau mit den betroffenen TouristikerInnen der Region generiert werden, um die Auswirkungen, besser gesagt Chancen, des Klimawandels auf den Tourismus in der Region (den 7 KLAR!-Gemeinden) positiv zu nutzen und diesen Wirtschaftszweig weiter zu stärken.  Die Erstellung des Konzeptes basiert auf diversen Workshops sowie einem klimatologischen Input.

Unter dem Fachterminus „Frühe Hilfen“ versteht man Systeme zur Stärkung von Kindergesundheit und kindlicher Entwicklung in einem förderlichen familiären Umfeld, von der Schwangerschaft bis zum 3. Geburtstag eines Kindes. Wesentliche Elemente von Frühen Hilfen sind die Familienbegleitung und der Aufbau von Netzwerken. Das Projekt birdi läuft bereits, allerdings gibt es derzeit keine flächendeckende Versorgung für alle Hilfesuchenden. Hier setzt dieses Projekt an: Es soll Versorgungssicherheit für ALLE Familien in belastenden Situationen in den Jahren 2020 und 2021 für die Gemeinden der drei LEADER-Regionen Pongau, Lungau und Salzburger Seenland  im Bundesland Salzburg sicherstellen.

Alleinstellungsmerkmal der Frühen Hilfen ist die aufsuchende (Hausbesuche) und bedarfsorientierte Begleitung im Fokus auf Beziehungsaufbau, Prävention und Stärkung der Ressourcen der begleiteten Familien sowie Verbesserung des Zugangs zu einem Netz unterschiedlicher Dienstleistungsangebote. Die Unterstützungsdauer richtet sich nach dem Bedarf der Familien. Diese kann kurz- aber auch langfristig sein.

Ein wesentlicher Vorteil ist, dass man mit Hausbesuchen gerade die ländlichen Regionen am besten erreicht.

Die Gemeinde St. Martin am Tennengebirge möchte seine touristische Wertschöpfung steigern, mehr Ganzjahrestourismus ermöglichen und setzt dabei auf Barrierefreiheit.

Im ersten Schritt wird die Konzeptionierung dieses einzigartigen Hochseilgartens zur Förderung eingereicht. Die Erlebnis-Inklusionsstätte soll für die gesamte Region eine touristische Attraktion werden, die besonders den Ganzjahrestourismus stärkt. Integration ist ein Menschenrecht und eine große Herausforderung in den nächsten Jahren, dieses Projekt soll einen Teil dazu beitragen. Geplant ist ein barrierefreier Blind Trail, eine rollstuhlgerechte Giant Swing, ein Seilpark und Seilrutschen für alle, also auch geistig und körperlich Beeinträchtigte. Der Hauptfokus liegt auf der Idee der inklusiven Bildung und des inklusiven Erlebens in wunderbarer Waldumgebung. Zielgruppen sind Kinder und Jugendliche, Personen mit Beeinträchtigungen und Senioren und Seniorinnen sowie Touristen. Geplant ist eine Kooperation mit Institutionen, die mit eingeschränkten Personen arbeiten, um die Expertise in das Konzept aufnehmen zu können. Das geplante Projekt ist in dieser Art das einzige in ganz Österreich, das in seiner Ganzheit für ALLE begeh- bzw. befahrbar sein soll.

Geplant ist ein Projekt zur Bildungsarbeit mit und für Frauen zum Thema Leben und Arbeit in der Region und richtet sich an Frauen, die sich privat oder beruflich neu orientieren möchten. Den Frauen in der Region soll gezeigt werden, dass es sehr viele lebenswerte Modelle bereits vor Ort gibt. Es sind fünf Arbeitspakete geplant, das erste ist ein Mentoring-Programm für höher qualifizierte Frauen mit Workshops zu den Themen Führung, Visionen, Strategiearbeit, Stimmtraining usw.

Das zweite Paket heißt Fokus.Frau: Schau ins Land und lerne Role Models in der Region kennen. Mit dabei ist ein Filmprojekt mit fünf dieser Frauen.

Das dritte Arbeitspaket, Dialog.Frau, beinhaltet niederschwellige Gesprächsrunden zu verschiedenen Themen wie Finanzen, Burn out usw.

Die Entwicklungswerkstatt für das Pongauer Frauennetzwerk soll die neue Generation motivieren, um das Netzwerk wieder zu stärken. Geplant sind zwei Entwicklungswerkstätten.

Als letztes Arbeitspaket ist eine Frauenreise zum Thema „Schau woanders hin und lerne“ geplant.

Ziel des Projektes ist es, Frauen ein attraktives Lebensumfeld in der Region zu bieten und sie so zu motivieren, in der Region zu bleiben.

Junge Menschen im Pongau zieht es zunehmend in die Stadt. Der damit verbundene „Brain Drain“ kann sowohl soziale als auch wirtschaftliche Folgen verursachen. Das Projekt wendet sich an Jugendliche und junge Erwachsene bis 29 Jahren mit Bedarf an beruflicher Orientierung bzw. Interesse an einer Arbeitsmarkt relevanten individuellen Qualifizierung. Es werden Kurse online angeboten, die sonst nur in größeren Städten erreichbar sind. Damit steigt die Qualität der Bildungsmöglichkeiten am Land. Besonders richten sich die Kurse an die „digital natives“, die nach 1980 Geborenen, die zwar mit den neuen Medien aufgewachsen sind, aber oft nicht genügend digitale Kompetenzen haben, um diese beruflich anzuwenden. Zum Beispiel können die meisten Jugendlichen nicht mit dem 10-Finger-System schreiben. Darüber hinaus sollen auch Sozialkompetenzen wie Kritikfähigkeit gelehrt werden. Als erste Phase des Projekts haben interessierte TeilnehmerInnen im Rahmen des Onboardings alle zwei Monate die Möglichkeit, in „Co-LearningHub+“ einzusteigen. Weiters werden Arbeitspakete wie Bewerbungscoaching, Unterstützung für an Selbstständigkeit Interessierte und vieles mehr angeboten. Geplant ist ein Netzwerk mit dem bereits bestehenden Co-Working Space in St. Johann.