Die Stadtgemeinde Bischofshofen, im Speziellen die Innenstadt, weist grundsätzlich eine solide Handels-, Gastronomie- und Dienstleistungsstruktur auf. In den letzten Jahren konnte jedoch aufgrund des verschärften Wettbewerbs zu anderen Mitbewerberstandorten wie St. Johann, den Betriebsansiedelungen im Süden Bischofshofens sowie durch den stark boomenden Online-Shopping Bereich eine sukzessive Verringerung des Einzugsgebietes und der Kaufkraftzuflüsse festgestellt werden. Das angestrebte Projekt soll eine weitere Ausdünnung von
Einzelhandels-, Dienstleistungs- und Gastronomiestrukturen in der zentralen Innenstadt verhindern. Durch zielgerichtete Gegenmaßnahmen sollen daher entsprechend neue Wirtschaftskraft in der Innenstadt generiert, bestehende Arbeitsplätze gesichert und neue geschaffen werden. Zielsetzung dieses Standort-Wettbewerbs ist es, neue Betriebe anzusiedeln und den Betriebsgründer*innen mit innovativen Ideen zielgerichtet Unterstützung von der Unternehmensgründung sowie im Verlauf des 1. Geschäftsjahres zu geben. Teilnehmen können auch bestehende Unternehmen, die neuartige Erweiterungen planen. Voraussetzung ist die Eröffnung des Betriebsstandortes in der Bischofshofner Innenstadt. Aus allen Einreichungen werden bis zu fünf Konzepte prämiert und mit Leistungen lokaler Unterstützer*innen begleitet.

Fachkräftemangel ist zurzeit allgegenwärtig und betrifft alle Betriebe quer durch alle Branchen. Der Gedanke hinter dem Projekt ist, dass den Kindern bereits in jungen Jahren begreifbar gemacht werden soll, wie wichtig eine florierende Wirtschaft ist. JEDER BRAUCHT JEDEN: das Hotel den Tischler, der Tischler den Schlosser, der Schlosser seinen Facharbeiter, damit es Facharbeiter gibt, braucht es jemanden der diesen Beruf erlernt usw. Ziel von der Idee Gastein Morgen soll sein, für die Jugend im Gasteinertal eine Plattform zu schaffen um einzelne Projekte zur Steigerung der Attraktivität des Lebensraum Gastein umzusetzen sowie dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken und das Image der Lehre aufzubessern. Mit dem Projekt werden Arbeitskräfte erhalten, da bei der Jugend der Lehrberuf verstärkt beworben wird und durch Aus- und Fortbildungsangebote für Fachkräfte die Arbeitswelt attraktiver gemacht wird. Das Konzept soll so konzipiert werden, dass auch andere interessierte Regionen die Unterlagen für sich adaptieren können.

In Salzburger Kinderbetreuungseinrichtungen gibt es derzeit noch kein Bildungsangebot zum Thema Kinderrechte für Kleinkinder ab 3 Jahren. Es soll in allen 45 Kinderbetreuungseinrichtungen in altersgerechter Form durch Spielimpulse und kreative Methoden über Kinderrechte informiert und sensibilisiert werden. Im Jahr 2020 haben die Schüler*innen der 3. Klassen der BAFEP Bischofshofen, gemeinsam mit den beiden Lehrkräften Frau Bernadette Meißnitzer und Frau Mag. Christine Zechmann in enger Zusammenarbeit mit dem Regionalbüro Innergebirg der Kinder- und Jugendanwaltschaft Salzburg eine Auswahl an verschiedenen pädagogischen Materialen entwickelt, die in Form einer „Materialkiste“ für Pädagog*innen in Kinderbetreuungseinrichtungen in der Leaderregion Pongau als Vorreiter für das gesamte Bundesland Salzburg, für das niederschwellige Erarbeiten von Kinderrechten dienen soll. Das Maskottchen des Projektes, eine Schildkröte namens PASCHU (abgeleitet aus den Worten PAnzer und SCHUtz),  kann sich in Gefahrensituationen zurückziehen und durch ihren Panzer schützen. Wenn sie in einem angenehmen, ungefährlichen Umfeld ist, kommt sie hervor und tritt mit der Umwelt in Kontakt. In Sicherheit kann sie fressen, trinken, schlafen, sich des Lebens freuen und auch erzählen, warum sie sich schützen musste.

Da die Abhängigkeit der Kleinkinder/ Vorschulkinder von den Eltern wesentlich höher ist, sind die Möglichkeiten, sich zur Wehr zu setzen entsprechend geringer, in gewissen Situationen könnte dies sogar eine Eskalation begünstigen. Paschu soll deshalb dazu auffordern „Schütz dich in Gefahr und erzähle von deiner Not, sobald du in Sicherheit bist!“

 

Der Rossbrand zeichnet sich durch eine besonders idyllische Naturlandschaft aus. Das Projekt – MOORPFAD wird eine Forschertour für kleine und große Naturforscher schaffen. Die kleineren Forscher:innen (Kinder von 8 – 14 Jahren) machen sich, ausgestattet mit einem Forscherhandbuch, auf eine geführte (Leitsystem) Expedition durchs Moor. Die größeren Besucher:innen sind eingeladen, als Citizen Scientists (Laienforscher:innen) an Forschungsprojekten zu beteiligen und sich an den Informations- und Interaktionsstationen zum Thema Moor zu informieren. Die Naturrauminszenierung dient einerseits der Besucherlenkung am Rossbrand (Besucher:innen werden auf den vorgesehenen Wegen gehalten und daran gehindert, die Schutzräume, bzw. besonders schützenswerter Flächen zu betreten), anderseits der Vermittlung von Beachtenswerten und Wissenswerten über Moorlandschaften, Klimaschutz und Naturschutz durch Moorschutz und bietet zudem ein nachhaltiges Naturerlebnis. Dazu wird, entlang des, bereits bestehenden, jedoch bereits größtenteils unzugänglichen Weges (ursprünglich als „Wurzelweg“ angelegt) auf einer Streckenlänge von 2 550 Meter ein Moorerlebnispfad entwickelt, um die Sensibilität für den Lebensraum Moor zu wecken und das Entdecken und Erforschen der Flora und Fauna der Moorlandschaft am Rossbrand zu ermöglichen.

Für die kleineren Besucher:innen (Kinder von 3 bis 8 Jahre) wird im Nahbereich der Bergstation der Papageno Gondelbahn ebenso entlang des bestehenden Wegenetzes ein Moorerlebnis im Form einer Bilderbuchgeschichte mit interaktiven Stationen zum Thema Moor (kindgerechte Vermittlung von Wissen über Flora und Fauna in Moorlandschaften) geschaffen. Je weiter die Runde, desto ausführlicher und wissenschaftlicher wird auf das Thema Moor eingegangen.   Die Wege werden an den feuchten Stellen als Stege angelegt, um die die Durchwanderung der Moorlandschaft und Zugänglichkeit der Stationen möglichst schonend anzulegen.

 

Auf einem Gelände von ca. 1 ha orientiert sich die Erlebnis-Inklusionsstätte am Leitbild der Inklusion. Dies soll in einem barrierefreien Seilpark und in Seilrutschen für alle Menschen (also auch jenen, die körperlich und geistig beeinträchtigt sind) sowie in einer Giant Swing (rollstuhlgerecht!) verwirklicht werden. Am Modell eines „Dinner in the dark“ für Sehende, schafft dieses Projekt beispielsweise ein Verständnis dafür, welche Herausforderungen und Anforderungen Blinde oder sehbeeinträchtigte Menschen im täglichen Alltag gegenüberstehen und wie deren „Sicht“ auf die Welt ist. Der Hauptfokus der Stätte, der im Anschluss im Bereich des bestehenden Seepark/Badesee St. Martin (dieser soll in Folge auch rollstuhlgerecht nachgerüstet werden) liegen wird, ist also die Idee der inklusiven Bildung und des inklusiven Erlebens für alle Altersgruppen in einem wunderschönen Ambiente. Das gemeinsame (Er-)Leben und Lernen von Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen ist hierbei zentral.

Die Leader Region Lebens.Wert.Pongau ging als eindeutiger Sieger bei der diesjährigen Verleihung des Regionalitätspreises der Bezirkszeitung hervor. Insgesamt wurden sechs Projekte aus dem Pongau und Tennengau mit dem begehrten Salzherz ausgezeichnet. Besonders gefreut hat uns die Auszeichnung unseres „eigenen“ Projektes Energy Kids in der Kategorie Generationen und Zusammenleben. Nähere Infos zu den einzelnen Projekten finden Sie auf der Seite der Bezirkszeitung Pongau

Um für die kommende LEADER Periode ab 2023 eine Lokale Entwicklungsstrategie (LES) erstellen zu können, ist wieder die breite Beteiligung der Bevölkerung gefragt. Daher laden wir Sie herzlich ein, sich zu den verschiedensten Themen mit uns auszutauschen und freuen uns auf Ihre Anmeldung unter leader@pongau.org.

Wir feiern das Fest der Region am Donnerstag, 2. September 2021 im Tauernbahnmuseum in Schwarzach und freuen uns auf Ihr Kommen. Es erwartet Sie ein Rückblick auf eine sehr erfolgreiche Leader Periode mit über 65 realisierten Projekten sowie der Ausblick auf die neue Periode und der Start des Beteiligungsprozesses. Für das leibliche Wohl sorgt die Genussregion Pongauer Wild sowie die Europa Café Ape, das Musikum umrahmt musikalisch und auch für die kleinen Besucher haben wir uns etwas einfallen lassen. Kommen Sie vorbei, wir freuen uns auf Sie!

 

 

 

Wege als verbindendes Element von Regionen sind Sinnbild für wirtschaftlichen Austausch (Römerstraße – Handelsgüter, Salztransport, Rohstoffe; Seidenstraße,….bis hin zur Ausbreitung von Krankheiten…) und bieten gerade in Zeiten wie diesen die Möglichkeit innezuhalten und über Wege generell nachzudenken und zudem auch die Möglichkeit, 4 Tage „auszusteigen“ und abseits von der Alltagshektik sich einzulassen in eine erdgeschichtliche Reise in weit zurückliegende Zeiten und nebenbei aktiv zu bleiben und Naturlandschaften zu erleben und zu erwandern. Der Erzweg ist nach außen hin ein verbindendes Element und lässt sich mit sanfter Mobilität verbinden. Bischofshofen und Schwarzach – St. Veit als Eisenbahnknotenpunkte bieten die Möglichkeit der Anreise mit dem Zug. Von beiden Ortschaften aus kann in den Erzweg eingestiegen werden. Die Idee, die 4 Tageswanderung besser zu etablieren stand am Anfang der Überlegungen zu Beginn des Pandemiejahres 2020. Durch die 4 Geopark-TVB´s wurde 2020 die genaue Route des Erzweges festgelegt und in eine GIS-basierte Karte übertragen. Das Projekt soll dazu beitragen, dass durch eine gute Beschilderung der Erzweg sichtbar gemacht wird (für Wanderungen ein MUSS). Informationen zu Geologie, Geomorphologie, Bergbau und sonstigen Naturinformationen sollen so aufbereitet werden, dass der Weg ein „zweisprachiger“ Erlebnisweg wird. Ein Gepäckstransport wird als Beitrag zur sanften Mobilität (Anreise mit öffentlichem Verkehr) für die Wanderer angeboten. Via Webpage des Vereins Erz der Alpen können Informationen zur Verfügung gestellt und abgerufen werden. Mittels QR-Codes an den Infotafeln wird für Smartphone Nutzer ein rasch anpassbares digitales Erlebnis geboten (z.B. Rätsel mit inhaltlichen Schwerpunkten je nach aktueller Lage wie Informationen zum Klimawandel, zu Bergstürzen oder Katastrophenereignisse in der Erdgeschichte,…)

Der Regionalverband Pongau ist einer Ausschreibung des Klima- und Energiefonds gefolgt, um sich als Modellregion Bioökonomie zu bewerben. Die Region, welche das beste Konzept entwickelt, wird zur Bioökonomie Modellregion ernannt und erhält eine Summe von EUR 1 Mio. für die Umsetzung der ausgearbeiteten Maßnahmen. Der Pongau ist nun gemeinsam mit zwei weiteren Regionen in der Endrunde. Im Rahmen des geplanten Regionalprogrammes wollen wir die Strategie für Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft als eine der ersten Regionen überhaupt auf die Ebene eines verbindlichen Regionalentwicklungsinstrumentes heben. Das Regionalprogramm Pongau mit der Strategie „BIOCON VALLEY PONGAU“ wird nach der Fertigstellung nicht nur von den 25 Gemeinden bzw. Gemeindevertretungen des Bezirks beschlossen und getragen, sondern von der Salzburger Landesregierung verordnet. 

Bioökonomie ist eine Wirtschaftsform, die biologische Ressourcen und das Wissen über biologische Systeme für Verfahren, Produkte und Dienstleistungen über alle Anwendungsfelder und Wirtschaftssektoren hinweg nachhaltig nutzt. Bevölkerung, Unternehmen, Gemeinden, also das gesellschaftliche Leben der Region insgesamt soll zu mehr Nachhaltigkeit, Abfallvermeidung, Reststoffnutzung und -verwertung und Gesundheit angeregt werden.