Verleihung des MINT Regionen Qualitätslabels für den Pongau

Im Frühling 2023 hat das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung Regionen aufgerufen, sich als MINT Region zu bewerben. Nach monatelanger intensiver Vorbereitung und viel Netzwerkarbeit wurde dem Pongau am 11. Dezember in Wien feierlich das MINT Regionen Qualitätslabel überreicht und damit als eine von 14 österreichischen Regionen zur MINT Region gekürt. 

Wir sind MINT

Das Kürzel MINT liest und hört man derzeit relativ häufig in Zusammenhang mit Jugend, Forschung und Bildung. Aber kaum jemand weiß, was es bedeutet:

MINT steht als Abkürzung für M-athematik, I-nformatik, N-aturwissenschaften und T-echnik und soll Kindern und Jugendlichen den Zugang zu technischer Arbeit erleichtern, aber auch neue Perspektiven in der Berufswahl eröffnen. Das Betätigungsfeld ist vielfältiger, als es auf den ersten Blick erscheint. Arbeiten mit Metall, Robotik, Programmierung und wissenschaftliche Versuche sind ebenso Teil von MINT wie kreative Prozesse, zum Beispiel fotografieren, filmen und schneiden.

Im Frühling 2023 hat das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung Regionen aufgerufen, sich als MINT Region zu bewerben. Nach monatelanger intensiver Vorbereitung und viel Netzwerkarbeit wurde dem Pongau am 11. Dezember in Wien feierlich das MINT Regionen Qualitätslabel überreicht und damit als eine von 14 österreichischen Regionen zur MINT Region gekürt. Bei der Verleihung gaben Schüler:innen des BORG St. Johann auf sehr humorige Art und Weise Einblick in die MINT Erlebniswelt.

Mit an Bord sind insgesamt 48 Partner:innen – neben Schulen haben sich Betriebe, Gemeinden und Institutionen aus allen Bereichen des Pongaus zur Zusammenarbeit verpflichtet und bieten so ein breites Spektrum an verschiedenen MINT Aktivitäten wie Betriebsbesuche, Workshops und schulische MINT Bildung. Daneben ist es den Beteiligten ein besonderes Anliegen, in Elternarbeit und Fortbildungen für Lehrende zu investieren, damit der MINT Gedanke weitergetragen wird.  

Leave no one behind!

Mit dem offenen MINT-Labor, das im Ennspark in Altenmarkt eine perfekte Location gefunden hat, wird allen Interessierten, ob alt oder jung, die Möglichkeit geboten, ab Sommer 2024 die vielfältige Welt von MINT kennenzulernen und das eine oder andere Gerät wie zum Beispiel 3D-Drucker, Lötkolben oder Metallschneider, auszuprobieren. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf dem Inklusionsgedanken. Unter dem Motto „leave no one behind“ sollen besonders Frauen und Mädchen für MINT-Berufe sensibilisiert werden, aber auch Personen mit Migrationshintergrund oder beeinträchtigten Personen bietet MINT eine Vielzahl an interessanten Tätigkeiten.

Haus der Region als Koordinierungsstelle für MINT

Im Haus der Region vereinen sich bereits viele Organisationen als eine Art One Stop Shop. Dieses Angebot wird nun mit der MINT-Koordinierungsstelle erweitert. Hier laufen alle Fäden zusammen, wenn es darum geht, Aktionen abzustimmen, Angebote zu bündeln oder Schulen und Betriebe zu vernetzen. Voraussichtlich im Jänner wird eine Person angestellt, die sich dieser Aufgabe mit vollem Elan widmen wird.

Ziel aller Aktivitäten ist neben der MINT Basisbildung für Schüler:innen vor allem aufzuzeigen, wie vielfältig die MINT-Berufsfelder sind und damit den Betrieben wieder gut ausgebildetes Fachpersonal zur Verfügung zu stellen, das den Anforderungen moderner Technik gewachsen ist. Es gibt eine Vielzahl an Betrieben im Pongau, die Fachpersonal in MINT Bereichen suchen und wenn es gelingt, diese Nachfrage zu decken, hat sich der große Aufwand für die gesamte Region mehr als gelohnt.